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Strom und Energie für Homburg

Braunkohle – Umwelt und Zukunft

Braunkohle ist ein fossiler Energieträger. Dies bringt zwei Probleme mit sich: Er wird schon in absehbarer Zeit nicht mehr verfügbar sein und ist sehr umweltschädlich.

Bei der Verbrennung von Braunkohle entsteht Kohlenstoffdioxid, das klimaschädliche CO2. Dies kann nicht verhindert werden, weswegen jährlich Millionen von Tonnen CO2 durch Braunkohlekraftwerke in die Atmosphäre abgegeben werden. Mittlerweile gibt es Techniken, diesen Ausstoß von CO2 zu verhindern oder zumindest zu verringern. Dafür werden zunächst Kohlekraftwerke gebaut bzw. die vorhandenen so umgebaut, dass sie einen besseren Wirkungsgrad erzielen und dadurch weniger Kohle verbrauchen. Es gibt auch die Möglichkeit, die Abscheidung von Kohlenstoffdioxid zu veranlassen, so dass dieses nicht mehr in die Atmosphäre abgegeben wird. Allerdings ist dies mit so erheblichem Aufwand verbunden, das aufgrund der zusätzlichen Kosten der Wirkungsgrad der Kraftwerke sinkt und letztlich der Verbrauch an Kohle wieder steigt.

Umsetzung

Der Energiekonzern Vattenfall begann im Mai 2006 mit dem Bau des weltweit ersten Braunkohlekraftwerks, in dem das CO2 von den Abgasen getrennt und unterirdisch eingelagert wird. Dies ist zwar eine Lösung, die kurzfristig besser für die Umwelt ist, aber sollte man auf lange Sicht wirklich so viel CO2 „vergraben“? Ein weiterer Punkt, der Braunkohle zu einem so umweltschädlichen Energieträger macht, ist der enorme Flächenverbrauch, der mit seinem Abbau verbunden ist. Da nicht unter Tage, sondern „in die Breite“ abgebaut wird, werden ganze Dörfer umgesiedelt und ökologisch wertvolle Gebiete zerstört. Auch die Lagerung der Braunkohle ist mit solchen Problemen verbunden. Zwar werden die zerstörten Gebiete teilweise nach Ende des Bergbaubetriebes rekultiviert, doch dies ist natürlich auch wieder mit weiteren Kosten und Aufwand verbunden.

Bei gleich bleibender Förderung von Braunkohle auf der Welt dürften die Braunkohlevorräte nach aktuellen Schätzungen noch etwa bis ins Jahre 2220 reichen. In Deutschland ist bei gleich bleibender Förderung allerdings schon in weniger als 40 Jahren Schluss mit der Braunkohle. Zwar sind immer noch etwa 75 Milliarden Tonnen vorhanden, doch nur ein Bruchteil davon ist nach heutigem Stand der Technik und zu den gegenwärtigen Marktpreisen überhaupt gewinnbar. Deutschland bleibt also nicht mehr viel Zeit, sich nach einer Alternative zur Braunkohle umzusehen, die immerhin mit 27% nicht gerade wenig an der deutschen Energieproduktion beteiligt ist.

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